Gefährdungsanalyse für Trinkwasser-Installationen nach der neuen Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2 und Trinkwasserverordnung

Gefährdungsanalyse Trinkwasser-Installation
Gefährdungsanalyse Trinkwasser-Installation

Die Aufgabe einer Gefährdungsanalyse besteht in der Feststellung von technischen sowie betriebstechnischen Mängeln in einer Trinkwasser-Installation sowie der Bewertung von Gefährdungen in Hinblick auf die Hygiene und der Gesundheit, die durch den Betrieb und der Nutzung einer Trinkwasseranlage ausgehen können.

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer ereignisorientierten und einer systemorientierten Gefährdungsanalyse für Trinkwasser-Installationen.

 

Auslöser einer ereignisorientierten Gefährdungsanalyse ist die Überschreitung des technischen Maßnahmwerts für Legionellen mit mehr als 100 KBE/100 ml in einer Trinkwasser-Installation sowie das Vorliegen mikrobieller Auffälligkeiten in Trinkwasseranlagen, hervorgerufen durch Pseudomonas aeruginosa oder weiteren Trinkwasserkeimen.

 

Die Erstellung einer ereignisorientierten Gefährdungsanalyse dient zur Ursachenklärung sowie zur Beseitigung von mikrobiologischen Kontaminationen in Trinkwasser-Installationen und ist nach §16 Trinkwasserverordnung (TrinkwV) gesetzlich vorgeschrieben.

 

Daneben bietet die Erstellung einer freiwilligen, systemorientierten Gefährdungsanalyse die Möglichkeit vorhandene Schwachstellen und Gefährdungen in einer Trinkwasser-Installation frühzeitig zu erkennen und gemäß §17 Trinkwasserverordnung einen hygienisch sicheren Betrieb von Trinkwasseranlagen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.) zu gewährleisten.

 

Die Vorgehensweise erfolgt bei einer ereignisorientierten und bei einer systemorientierten Gefährdungsanalyse gleichermaßen.

 

Im Rahmen der Gefährdungsanalyse sind alle erkennbar mögliche Gefährdungen aufzuführen und individuell zu bewerten

 

Die Feststellung der Gefahrenpunkte bzw. Mängel erfolgt stets über eine Ortsbegehung und Prüfung der Trinkwasser-Installation auf Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.).

Vorgaben für Gefährdungsanalysen nach Trinkwasserverordnung und der neuen Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2 (01.01.2018)

Der Ablauf und die Gestaltung einer Gefährdungsanalyse für Trinkwasser-Installationen wird über die Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA-Empfehlung) und der neuen Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2 " Hygiene in Trinkwasser-Installationen - Gefährdungsanalyse"  vom 01.01.2018 geregelt.

 

Nach Trinkwasserverordnung (§16 + §17 TrinkwV) und der allgemein anerkannten Regel der Technik VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2 gelten unter anderen folgende Vorgaben zur Erstellung einer Gefährdungsanalyse für Trinkwasser-Installationen:

 

  • Die Gefährdungsanalyse hat durch eine sachkundige Person bzw. einen Sachverständigen mit entsprechender Qualifikation in Form eines schriftlichen Gutachtens zu erfolgen.
  • Im Rahmen der Gefährdungsanalyse ist eine Ortsbesichtigung mit Überprüfung der Trinkwasser-Installation auf Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.) vorgeschrieben.
  • Die Darstellung der Gefährdungsanalyse anhand von vorgefertigten Checklisten mit einer einfachen Auflistung von Gefahrenspunkten ist nicht ausreichend.
  • Gemäß der Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2 ist im Rahmen der Gefährdungsanalyse auch die Erstellung eines Temperaturprofils für den Betrieb der Trinkwasseranlage vorgesehen.
  • Eine Gefährdungsanalyse ist unabhängig von anderen Interessen durchzuführen. Insbesondere muss eine Befangenheit vermieden werden. Eine Befangenheit ist dann zu vermuten, wenn Personen an der Planung, dem Bau oder dem Betrieb oder der Sanierung der Trinkwasser-Installation selbst beteiligt waren (z.B. Inhaber, Betreiber, Fachplaner, Sanitärfirmen).

 

Über eine zeitliche Priorisierung sind entsprechende Handlungsempfehlungen abzuleiten. Je nach Grad der Gefährdung für die Nutzer der Trinkwasseranlage und möglichen Schäden sind diese Handlungsempfehlungen in Sofortmaßnahmen, kurz- und mittelfristige Maßnahmen sowie langfristige Maßnahmen zu unterteilen. Aus den Handlungsempfehlungen sollte zur sicheren Beseitigung der Mängel und Gefahren ein geordneter Maßnahmeplan hervorgehen.

 

Der Ablauf einer Gefährdungsanalyse sollte idealerweise nach folgendem Schema erfolgen:

 

  • Ortsbesichtigung mit Bestandsaufnahme der Trinkwasseranlage unter Ermittlung aller anlagenspezifischer Faktoren und Mängel von denen eine Gefährdung ausgehen kann.
  • Hygienisch-technische Überprüfung der Trinkwasser-Installation auf Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.).
  • Erstellung eines umfangreichen Inspektionsberichts zu den Erkenntnissen der Ortsbesichtigung.

  • Niederschrift der Gefährdungsanalyse im engeren Sinne in schriftlicher Gutachtenform mit Erfassung der einzelnen Mängel und Gefahrenpunkte sowie deren Risikobewertung.

  • Abschließende Zusammenfassung mit einer Gesamtbewertung zu den einzelnen Ergebnissen und Befunden.
  • Aufführung von Handlungsempfehlungen, zeitlich priorisiert mit der Erstellung eines geordneten Maßnahmeplans zur erfolgreichen Beseitigung der Mängel und Gefahrenpunkte.

 

Die Gefährdungsanalyse ist nach der allgemein anerkannten Regel der Technik VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2 durch einen qualifizierten Sachverständigen mit entsprechender Fachkunde zu erstellen.

 

Als Gutachten muss die Gefährdungsanalyse nachvollziehbar, logisch strukturiert, für den Laien verständlich und für den Fachmann ausreichend erklärbar sein.

 

Gutachten und somit auch Gefährdungsanalysen sollten durch den ausführenden Sachverständigen persönlich erstelt werden.

Erstellung von Gefährdungsanalysen nach §16 (7) Trinkwasserverordnung und der Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2

Zur Ursachenklärung und erfolgreichen Beseitigung eines Legionellenbefalls in Trinkwasseranlagen erstellen unsere zertifizierten Sachverständige für Trinkwasserhygiene (TWH) mit Zertifikat VDI/DVGW 6023 Kategorie A individuelle sowie rechtssichere Gefährdungsanalysen nach Trinkwasserverordnung gemäß den Empfehlungen des Umweltbundesamtes (UBA-Empfehlung) und der Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2 " Hygiene in Trinkwasser-Installationen - Gefährdungsanalyse":

 

  • Orstbegehung und hygienisch-technische Überprüfung der Trinkwasser-Installation durch einen DIN ISO EN 17024 zertifizierten Sachverständigen für Trinkwasserhygiene (TWH) mit Zertifikat VDI/DVGW 6023 Kategorie A.
  • Erstellung der Gefährdungsanalyse in Gutachtenform nach den Anforderungen der Gesundheitsämter, den Prüfkriterien des Umweltbundesamtes (UBA-Empfehlung) und der neuen Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2 " Hygiene in Trinkwasser-Installationen - Gefährdungsanalyse"  vom 01.01.2018.
  • Erstellung unabhängiger Gefährdungsanalysen für Trinkwasser-Installationen gemäß VDI/BTGA/ZVSHK 6023 - Blatt 2.
  • Individuelle und rechtssichere Gefährdungsanalysen zu einem fairen Festpreis, ohne nachträgliche Kostenerhebungen.
  • 100 % garantierte Anerkennung der Gefährdungsanalysen bei allen Gesundheitsämtern.
  • Kurzfristige Erstellung von Gefährdungsanalysen ohne nachträgliche Kostenerhebungen.
  • Terminänderungen, Organisation und Anpassungen zur Gefährdungsanalyse sind kostenfrei.

Schützen Sie jetzt Ihre Trinkwasser-Installation vor Hygienerisiken und erfüllen Sie Ihre Betreiberpflichten nach Trinkwasserverordnung.

Falls Sie Fragen haben oder eine kostenfreie Beratung zu unseren Gefährdungsanalysen wünschen, so stehen Ihnen unsere Experten an sieben Tagen in der Woche jederzeit gerne zur Verfügung.

Service-Hotline :   0800 - 000 - 5704    (Anruf kostenfrei)